Wann sind Einbruchschutz Fenster sinnvoll?

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In den letzten Jahren haben Einbruchschutz Fenster zunehmend an Bedeutung gewonnen. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich die Polizeistatistiken der vergangenen Jahre genauer ansieht. Über viele Jahre hinweg sind die Einbruchszahlen in Deutschland kontinuierlich angestiegen, die Aufklärungsquoten blieben gering. Die Polizei hat deshalb mit verschiedenen Kampagnen auf die Problematik aufmerksam gemacht und den Verbrauchern Lösungen mit an die Hand gegeben.

 

Fenster und Türen sind Einfallstore für Einbrecher

Immer wieder wies die Polizei darauf hin, dass nicht ausreichend gesicherte Fenster und Türen die Haupteinstiegsform der Einbrecher waren. Man empfahl gebetsmühlenartig, diese Schwachstellen nachzurüsten oder komplett auszutauschen. Offenbar hat dies gewirkt, denn zuletzt konnte man einen leichten Rückgang der Einbruchszahlen in Deutschland beobachten.

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Generell nutzen Einbrecher den Weg des geringsten Widerstands, um in fremde Wohnungen und Häuser einzusteigen. Dabei gilt jedoch, dass sie sich schon bei einem bestimmten Widerstand von ihrem Vorhaben abbringen lassen. Daher stehen die Chancen gut, dass ein Einbruchschutz Fenster viele potenzielle Diebe abschrecken kann. Die Polizei hat ermittelt, dass viele Einbrecher aufgeben, wenn sie mehr als drei Mal vergeblich angesetzt haben, um ein Fenster aufzubrechen.

 

Wie lassen sich Fenster sichern?

Gerade beim Fenster ist es einfach, dieses sicherer zu machen. Spezielle Einbruchschutz Fenster sind daher eine gute Lösung. Mittlerweile gibt es aber auch schon einige Fensterhersteller, die einen Basis-Einbruchschutz serienmäßig mit anbieten. Generell gilt, dass viele einfache Maßnahmen Fenster sicherer machen können. Typische Beispiele dafür sind:

  1. Pilzkopfzapfenverriegelungen statt Zapfenverriegelungen
  2. Abschließbare Fenstergriffe statt einfache Fenstergriffe
  3. Getriebeanbohrschutz
  4. Einsatz von Verbundsicherheitsglas (VSG)

Bei einer Pilzkopfzapfenverriegelung greifen der Pilzkopfzapfen und das Sicherheitsschließstück als sein Pendant gegenläufig ineinander, sobald man das Fenster schließt. Damit wird das Aufhebeln des Fensters deutlich erschwert. Diese Spezialverriegelungen sind vielfach nur gegen Aufpreis erhältlich, es gibt aber auch Anbieter, die sie serienmäßig mit anbieten.

Der Getriebeanbohrschutz zählt ebenfalls zum Basis-Einbruchschutz. Er verhindert das Anbohren des Fensters von außen. Die abschließbaren Fenstergriffe sind optional erhältlich, erfüllen dafür aber auch gleich zwei Aufgaben: Zum einen verhindern sie, dass Einbrecher die gekippten Fenster von außen öffnen können. Zum anderen dienen sie der Kindersicherung, da der Nachwuchs so nicht unbeaufsichtigt in den Garten oder auf die Terrasse gelangen kann. Auch ein Sturz aus dem unerlaubt geöffneten Fenster im oberen Geschoss ist so nicht möglich.

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Bleibt noch das Verbundsicherheitsglas, welches über eine reißfeste Folie zwischen den einzelnen Scheiben verfügt. Wenn ein Einbrecher nun die Fensterscheibe einschlägt, was in der Praxis aufgrund des entstehenden Geräuschpegels und der damit verbundenen Entdeckungsgefahr selten vorkommt, so kann er trotzdem das Fenster nicht öffnen. Die Sicherheitsfolie ist ihm im Wege. Mehr Informationen finden Sie bei www.fenster-kaufen.eu.

 

Einbruchschutzfenster lassen sich in Klassen einteilen

Wichtig beim Kauf von Einbruchschutzfenstern ist es, dass man auch die verschiedenen Resistance Classes kennt. Sie reichen von RC1 N bis RC6. Je höher die Klasse, desto besser der Einbruchschutz, wobei für private Haushalte die RC1 N bis RC3 üblich sind. Höhere Sicherheitsklassen sind eher im gewerblichen Bereich empfehlenswert.

Die einzelnen Klassen definieren, welchen Belastungen das Fenster wie lange standhalten muss. In der RC1 N muss ein Fenster nur einfachen Aufbruchversuchen mit körperlicher Gewalt standhalten, bei den höheren Klassen müssen Fenster auch den Einbruchsversuchen unter Zuhilfenahme von Werkzeugen standhalten können.